Strava Tagebuch

Endlich wieder Rennen für alle Rennklassen! Das dachten sich vermutlich die Starterinnen und Starter beim Radrennen in Bissendorf, unweit von Osnabrück am gestrigen Sonntag. Auf einer schönen und schön schweren 1,9 km-Runde mit einem Hügel und viel Wind ging es von Anfang an zur Sache. Im ersten Rennen des Tages fuhr unser Juniorenfahrer Mathis Szostak im Rennen zusammen mit den Masters 2 voller Motivation aufgrund der Nähe zu seinem Wohnort einen sehr offensiven Wettkampf. Patrick von Amsberg, als Masters-Fahrer im Feld dabei, ging das Rennen ruhig (so ruhig es eben geht…) an, blieb im Feld und sparte Energien für das Finale. Speziell in der zweiten Rennhälfte versuche Mathis es immer wieder am „Berg“, der zwar kurz aber knackig war, noch dazu mit Gegenwind versehen.

Leider fuhren die zähen Masters-Fahrer die Lücke immer wieder zu, denn bei ihnen ging es hinter zwei Ausreißern noch um den verbleibenden Podestplatz. Im finalen Sprint entschied sich Patrick für die etwas längere Außenseite, musste sich am Ende knapp geschlagen mit einem immernoch sehr respektablen Platz 4 begnügen. Besser lief es für Mathis, der das Juniorenrennen schlussendlich auch ohne Solo-Attacke für sich entscheiden konnte!

Im Rennen der Schülerklassen, die alle zusammen starteten, waren wir durch Mathilde Smolka, Silias Seifert und Max von Amsberg vertreten. Max, entschlossen, es besser zu machen als zuvor sein Vater, verpasste zu Beginn zwar die 3 Fahrer starke Spitzengruppe, begab sich jedoch alleine auf die Verfolgung. Lange sah es gut aus, obwohl die Spitzengruppe sich abwechseln und viel Kraft sparen konnte, lies Max sich nicht abschütteln und konnte den Rückstand konstant halten, teilweise sogar verringern. Im letzten Renndrittel schwanden allmählich die Kräfte und so machte er im Ziel die kollektive Amsberg'sche Holzmedaille perfekt. Silias kämpfte sich in einem ersten U15-Rennen wacker durch und belegte im Ziel einen guten 7. Platz. Ebenfalls wieder mit dabei war Mathilde Smolka bei den Schülerinnen U11. Auch sie fuhr ein starkes Rennen, heftete sich gleich zu Beginn an das Hinterrad ihrer Mitstreiterinnen und fuhr danach fleißig Führungskilometer. So kam eine zeitweise gut harmonierende Gruppe zustande und Mathilde konnte am Ende als Zweite direkt ihren ersten Podestplatz der neuen Saison erringen.
Im vergleichsweise großen Fahrerinnenfeld der Frauen zu den parallel startenden Masters 3 fuhr Liv Susanne Kempendorf ebenfalls ein gutes Rennen. Während sich die ersten 3 Frauen an den Führenden Masters-Fahrer hielten, der sie in seinem Windschatten mitzog und so uneinholbar in Führung brachte, fuhr Liv im Feld und am Ende als 8. über den Zielstrich. 

Das Männerrennen wird euch heute präsentiert mit einem sehr gelungenen Rennbericht und Rennen von Hendrik. Zugleich war es das erste Rennen des neuen Teams MaxWatt, dessen Gründer und Teamchef Hendrik ist und das ebenfalls von unserem Hauptsponser Rufin-Cosmetic / Swiss-O-Par führend unterstützt wird:

Der erste Eindruck zählt – Doppelsieg für Team MaxWatt

Nur eine Woche nach dem ersten offiziellen Mannschaftstreffen konnte das Team auch – endlich – in die Rennsaison starten. Auf dem Plan stand eine wellige Runde bei Osnabrück. Das Starterfeld war pandemiebedingt klein, bestand ausschließlich aus niedersächsischen Fahrern hatte aber dennoch einiges an Klasse zu bieten. Team MaxWatt stand mit neun Fahrern am Start. Vier in der Amateurklasse und fünf in der Elite-Amateurklasse.

Die erste Ansprache des Teamkapitäns Hendrik Eggers formulierte klare Ziele: Für die Leistungsträger das Podium, für die Neueinsteiger in die Männerklasse eingrooven und für alle sollte eine geschlossene Mannschaftsleistung im Vordergrund stehen.

Vom Start weg wurde ein hohes Tempo angeschlagen und das Feld zeigte direkt mehrere Risse. Yannick Sinske: „Bereits in der zweiten Runde am steilsten Stück hatte ich richtig Laktat in den Beinen, aber es war gut zu sehen, dass die anderen vorne mit drin waren“. Eine 7 Fahrer starke Gruppe löste sich – Schulze und Eggers mit dabei. Aaron Schulze: „Hendrik hat mir gesagt ich solle mich etwas zurück zu halten, also bin nur noch durch die Führung gerollt. Die Gruppe harmonierte sonst gut“. Mit einer Runde Vorsprung kam der Sieger sicher aus der Führungsgruppe, während die Teammitglieder dahinter ihre Mannschaftsstärke ausspielten. Tim Kristian Liebe: „Nachdem erst Yannick im Duo noch davongesprungen war und dann auch Lasse allein die Flucht nach vorne angestrebt hat, habe ich einfach versucht das Feld möglichst ruhig zu kontrollieren.“ Die Entscheidung über den Sieg fiel in den letzten 1,5 Runden. Am steilsten Stück wurde attackiert. Aaron Schulze ging direkt mit, der Rest folgte. Gaby Biermann (Sportliche Leitung): „Die Attacke von Hendrik war natürlich genau richtig. Gerade nach der ersten Attacke guckten sich die Fahrer an, da kommt er von der letzten Position mit Geschwindigkeitsüberschuss“. Hendrik Eggers hatte zwar eigentlich auf den Sprint von Aaron gesetzt, zog dann aber natürlich voll durch und fuhr den Sieg nach Hause. Aaron schaffte dann auch noch das Kunststück die übrigen Kontrahenten abzusprinten und machte den Doppelsieg perfekt. Hendrik Eggers: „Eigentlich hatte ich es anders geplant, aber ich bin natürlich mega happy so. Am meisten freue ich mich aber für das Team bzw. mit dem Team. Ich denke wir haben so nicht nur direkt ein Ausrufezeichen setzen können was die Leistung betrifft, sondern auch als Team super zusammengefunden.“

Nach dem Rennen gab es somit nicht nur lobende Worte von allerlei Beteiligten für das gesamte Team inklusive des Trikotdesigns, sondern auch noch materielle Unterstützung durch die Sponsoren. Pumpen, Flaschenhalter und Fahrradpflegematerial von SKS-Germany®, sowie Rennverpflegung von Maxxprosion® konnten – endlich – verteilt werden. Das Resümee von Philipp Ulke: „Wenn jeder das persönliche Optimum herausholt und die Mannschaft den Sieger stellt, dann hätte es heute nicht viel besser laufen können.“ Anders gesagt: #TeamMaxWattonfire

 

Außerdem waren für unseren Verein in besagtem Männerrennen noch Markus Tröndle, Matteo Oberteicher und, ebenfalls im brandneuen MaxWatt-Trikot, Christopher Plenefisch im Einsatz. Besonders Matteo fuhr ein starkes Rennen und war ebenfalls in der Spitzengruppe mit Hendrik vertreten. Zwischenzeitlich ging er sogar als Solist in Führung, musste seinen Versuch aber aufgrund des Windes und der Einigkeit der Gruppe vorzeitig abbrechen. Am Ende belegte er im Sprint der Gruppe aber einen starken 2. Platz im Amateurrennen. Christopher hatte vor allem zu Beginn des von Anfang an schnellen Rennens kurz Probleme das Tempo zu halten. Er fuhr jedoch von Runde zu Runde besser, fand sich schnell im für ihn noch neuen Männerfeld ein und wurde im Rennverlauf immer sicherer. Am Ende kam er ungefährdet im verbliebenen „Hauptfeld“ ins Ziel und kam in seinem ersten Männerrennen auf den 13. Platz. Auch Markus fuhr engagiert und motiviert, konnte jedoch den Hügel nicht besonders leiden, wobei Leiden hier auch groß geschrieben werden darf ;) Im Ziel belegte er dennoch im Mittelfeld des Rennens den 14. Rang. 

 

Zeitleich waren unsere Juniorenfahrer Ole, Jasper, Elias, Tom und Noah beim Bundesligarennen in Gippingen (ja genau, deutsche Bundesliga in der Schweiz!) unterwegs. Auf bergigen 91 Kilometern wurde von Beginn an hohes Tempo gefahren. So dauerte es nicht lange, bis sich das Feld teilte und – wie so oft – Stürze das Feld auseinanderrissen. Durch 2 Stürze aufgehalten, glücklicherweise nicht selbst gestürzt, wurde Ole, der sich zu Beginn noch super fühlte, so aber schnell ins Hintertreffen geriet, ebenso wie Tom und Noah. Jasper und Elias waren vor den Stürzen so weit vorne positioniert, dass sie mit dem verbliebenen ersten Feld von ca. 40 Fahrern die Spitze des Rennens im Blick behielten. Elias verließen im Rennverlauf etwas die Kräfte und so konnte er die erste Gruppe leider nicht ganz halten. Ole war zwar in Rückstand geraten, war jedoch nicht weniger motiviert und fuhr sogar noch mit einem weiteren Fahrer aus dem 2. Hauptfeld heraus auf dem Weg nach vorne. Am Ende wurde er 51. Jasper, als Erstjahres-Junior vorne dabei, fuhr ein starkes Rennen und belegte am Ende Rang 20.    

Am nächsten Wochenende folgt dann mit den Landesmeisterschaften im Einzelzeitfahren in Pattsensen endlich mal ein Rennen in greifbarer Nähe 😉