Strava Tagebuch

Am vergangenen Samstag war es endlich so weit, wir konnten trotz der Einschränkungen, die das Jahr mit sich brachte, erneut unsere Deutschen Meisterschaften im Einzelzeitfahren der Jugend U17 auf der Kananoher Straße austragen. Bei bestem spätsommerlichem Wetter waren alleine in der männlichen U17 114 Fahrer gemeldet, außerdem kamen noch 52 Fahrerinnen der U17w dazu. Auf dem gut 10 km langen, flachen Kurs mit gewohnt viel Wind konnten sich auch unsere Rennfahrer gut in Szene setzen. Als erstes an der Reihe war Marc Nielen, im ersten Jahr U17 bei seiner ersten DM. Als Fahrer mit eher niedrigem Körpergewicht kam ihm der flache und sehr windige Kurs nicht besonders entgegen, er gab jedoch sein bestes und konnte am Ende den 100. Platz für sich beanspruchen. Als nächster war Tom Luis Lehmeier an der Reihe, ebenfalls Erstjahresfahrer. Auch er fuhr ein engagiertes Rennen und belegte am Schluss Rang 72.

Dann waren unsere bereits etwas erfahreneren und frisch gebackenen Deutschen Meister im 4er Mannschaftsfahren am Start. Noah Balgenorth und Tom Köbernik, beide topmotiviert, starteten in einer Phase, in der der Wind am stärksten war. Tom, als eher kleiner Fahrer mit Sprinternatur lag mit seinem geringen Windwiderstand besonders der Gegenwindabschnitt. Noah, zuvor gestartet, konnte seine Zeitfahrerstatur zusätzlich auf dem Rückweg nutzen. Er hielt beinahe eine Stunde lang die Bestzeit, bevor

der Wind allmählich nachlies und die Zeiten noch einmal deutlich schneller wurden. Am Ende belegte Noah den 25. Platz, Tom wurde nur wenige Sekunden dahinter 32.

Da die Startreihenfolge der umgekehrten Sichtungs-Rangliste entsprach, starteten die Fahrer mit den besten bisherigen Saisonergebnissen zuletzt. Einer von ihnen Jasper Schröder, der bereits am Wochenende zuvor mit einem 2. Platz beim Sichtungsrennen in Töttelstedt gezeigt hatte, dass mit ihm zu rechnen ist. Bei der „Heim“-DM besonders motiviert fuhr er vom Start an deutlich schneller als alle bereits gestarteten Fahrer des Tages. Im Ziel dann die Mitteilung über den Lautsprecher, neue Bestzeit für Jasper, 14:07 Minuten. Von nun an kamen die Fahrer fast genau im Minutenabstand ins Ziel – mit dem Abstand, mit dem sie gestartet waren. Einmal ging es gut, zwei mal leider nicht. Am Ende trennten Platz 2 bis 5 nur 2 Sekunden. Leider verpasste Jasper als 4. das Podium um Haaresbreite mit 0,1 Sekunden Abstand. Schnell war jedoch allen klar, dass ein 4. Platz bei den Deutschen Meisterschaften ein super Ergebnis ist und so war auch Jasper nicht lange traurig. In der Sichtungsrangliste liegt er zudem mittlerweile auf Gesamtrang 2, das letzte Sichtungsrennen folgt am 04.10.

Wir möchten uns außerdem noch einmal ganz herzlich bei allen Helfern bedanken, die den ganzen Tag mit uns verbracht haben und die so zu einem reibungslosen Verlauf des Renntages beigetragen haben. Wir haben auch in den sozialen Medien bereits viel Lob für die tolle Veranstaltung bekommen, das freut uns sehr!

Am Sonntag wurden dann bei den Landesmeisterschaften auf der Bahn in Göttingen die letzten Landesmeistertitel des Jahres vergeben. Mit von der Partie natürlich auch unsere Fahrerinnen und Fahrer, die sich wieder einmal sehr erfolgreich mit diversen Medaillen dekorieren konnten. Die Meisterschaften wurden als Omnium ausgetragen, mit den Disziplinen Scratch, Ausscheidungsfahren, Temporunden und das traditionelle Punktefahren zum Abschluss. Zuerst wie so oft die Kleinsten. Mit dabei für uns Mathide Smolka in der Klasse U11. Dort schlug sie sich wieder wie schon gewohnt sehr gut und konnte so schon den dritten Vize-Meistertitel in diesem Jahr holen. Auch in der Altersklasse der Schüler U13 gab es den Vize-Titel. Silias Seifert musste sich dort gegen die starke Konkurrenz vom Ausrichterverein Tuspo Weende aus Göttingen durchsetzen, was ihm gut gelang und mit der Silbermedaille belohnt wurde. Bei der älteren Schülerklasse U15 wurde Tino Melde 4., Max von Amsberg kam auf den 8. Rang. Das Rennen der bereits am Vortag bei unserer DM gestarteten U17 wurde zusammen mit der U19 und den Männern ausgetragen. Entsprechend hochklassig war das Fahrerfeld, mit Fahrern wie beispielsweise 3fach-U19-Weltmeister Tobias Buck Gramcko. Doch davon ließen sich unsere Jugendfahrer nicht einschüchtern, im Gegenteil. Jasper, wie erwähnt tags zuvor 4. bei der Deutschen Meisterschaft, formuliert das so:


„Die Landesmeisterschaft Bahn am Sonntag gestaltete sich eigentlich sehr hart, da die U17 gemeinsam mit der U19, sowie der Männer Elite gestartet ist. Das erste Rennen konnte ich tatsächlich nach einer Überrundung des Feldes zusammen mit Tobias Buck Gramcko für mich entscheiden. Insgesamt sind wir 4 Rennen im Omnium gefahren. Im Ausscheidungsfahren wurde ich am Ende 2. Im Temporennen und Punktefahren konnte ich ebenfalls 2 Plätze auf dem Podest belegen. Am Ende ging ich mit einem verteidigten Landesmeistertitel in der U17 glücklich nach Hause.“

Auch Hendrik hat uns einen kleinen Rennbericht aus seiner Sicht geschrieben:

„Teil 3 der diesjährigen LVM-Geschichte. Nach 2 Titeln habe ich natürlich auf den Hattrick geschielt, aber mit der Nachmeldung von Tobias Buck-Gramcko war der erste Platz dann auch bereits vergeben. Es war eine sehr gelungene Veranstaltung bei bestem Wetter auf der Radrennbahn in Göttingen. Die vier Rennen (Scratch, Ausscheidungsfahren, Temporunden und Punktefahren) wurden allesamt intensiv ausgefahren. Immer wieder wurde jedoch die leistungsbezogene Reihenfolge klar definiert durch überragende Leistungen von Jasper Schröder (wir sind gemeinsam mit U17, U19 und Frauen gefahren) zusammen mit Tobias, sodass das Yannick Sinske und mir meist nur Platz 3 und 4 blieb. In der Endabrechung fiel dann in der Konsequenz für mich der dritte Platz dabei ab, da Yannick auf der Bahn letztlich doch immer ein Quentchen schneller ist. Die Platzierung geht somit für mich in Ordnung. Es bleibt insbesondere der gute Eindruck eines schönen Renntages im Kreise von alten Bekannten.“