Strava Tagebuch

Endlich geht die Rennsaison 2020 los und sie hätte kaum besser beginnen können! Bei erstaunlicherweise trockenen, wenn auch sehr windigen Streckenverhältnissen in Herford konnten wir im Juniorenrennen direkt den ersten Sieg des Jahres verbuchen. Das erste Drittel des Rennens, in dem wir mit unseren beiden Neuzugängen Elias Lanfermann und Mathis Szostak sowie Christopher Plenefisch und Ole Geisbrecht zahlenmäßig stark vertreten waren, war geprägt von Angriffen. Auch Ole mischte immer wieder vorne mit, konnte sich jedoch nie richtig absetzen. Die windigen Bedingungen verhinderten die Bildung einer erfolgreichen Spitzengruppe und so kam es nach knapp 50 km zum unausweichlichen Spurt um den Sieg. Ole fuhr den Sprint in seinem ersten U19-Rennen selbstbewusst von vorne und konnte bereits 400 Meter vor dem Ziel eine vielleicht entscheidende 5 Meter große Lücke reißen.

Auch wenn die Verfolger auf dem ansteigenden Zielstück noch einmal näher kamen, reichte es dennoch für den ersten Sieg der neuen Straßensaison! Mathis und Elias komplettierten das gute Ergebnis mit den Plätzen 10 und 11. Christopher erholt sich aktuell noch etwas von seinem anstrengenden Trainingslager und kam auf den 25. Rang.

Im zeitgleich stattfindenden Rennen der Frauen Elite über 42 km fuhr eine am Start sichtlich nervöse Wiebke Rodieck ihr erstes Rennen nach langer Rennpause. Sie fand sich jedoch sehr schnell wieder zurecht und fuhr immer aufmerksam in einer der ersten Positionen. Es half ihr leider nicht, dass die meisten Fahrerinnen ihren Namen noch von früher kannten und aufgrund ihrer Leistungen der Vergangenheit entsprechend zurückhaltend fuhren. Wiebke störte das nicht und eröffnete den Sprint souverän von vorne. Zwar wurde sie noch von einer bekannt starken Sprinterin überholt, doch ein 2. Platz im ersten Rennen nach so langer Zeit ist definitiv ein großer Erfolg!

Ähnlich erfolgreich ging es weiter. Die Rennen der U13, U15 und U17 wurden ebenfalls zeitgleich ausgetragen, jedoch mit leicht versetzten Startzeiten. Der Wind und die ansteigende, ungeschützte Zielgerade setzten besonders den Jüngsten sichtlich zu. Dennoch wurde tapfer gekämpft, mehr gegen sich selbst als gegen Andere. Am Ende zahlte es sich aus und Silias Seifert fuhr im Rennen der Schüler U13 auf einen hervorragenden 5. Platz, Jakob Fuchs wurde durch einen Sturz am Start aufgehalten, konnte sich aber trotzdem noch auf den 8. Rang nach vorne kämpfen. Max von Amsberg fuhr sein erstes U15 Rennen und auch er schlug sich wacker. Zwar kam er auf keine der vorderen Platzierungen, dennoch hatte er im Ziel mehr als eine halbe Runde Vorsprung auf unsere U13-Fahrer, mit denen er im letzten Jahr noch zusammen unterwegs war.

Im Rennen der Jugend U17 waren wir wie in der Juniorenklasse mit 4 Fahrern vertreten. Leider hatte Noah Balgenorth direkt zu Beginn des Rennens Pech und stürzte, konnte jedoch weiterfahren. Er legte eine beachtliche Aufholjagd hin, holte viel Zeit auf und schloss zum Ende des Rennens sogar wieder zum verbliebenen Hauptfeld auf. Diesem Hauptfeld waren Jasper Schröder und Tom Köbernik längst enteilt. Jasper initiierte kurz vor Rennhälfte mit einem starken Antritt die 4 Fahrer starke Spitzengruppe, in der auch Tom seinen Platz fand und die bis zum Ende Bestand haben sollte. Ähnlich wie zuvor schon Ole, fuhr Jasper einen Sprint über die gesamte Länge der Zielgeraden und siegte souverän! Mit Tom, ebenfalls als sprintstark bekannt, konnten wir außerdem als Drittem einen weiten Fahrer auf dem Podium sehen. Noah belegte nach seinem Einzelzeitfahren zum Feld noch einen starken 10. Platz. Tom Luis Lehmeier fuhr sein erstes U17-Rennen, sammelte Erfahrungen und konnte sich lange im Hauptfeld halten, bevor ihm zum Rennende allmählich die Kräfte ausgingen.

Das Rennen der Männer Elite wurde sehr schnell gefahren. Hendrik Eggers fand gut ins Rennen, konnte jedoch mit keiner Spitzengruppe entscheidend absetzen, da zahlenmäßig stark vertretene Teams das Rennen kontrollierten und so einen finalen Sprint organisierten. Am Ende des 80 km langen Rennens lies Hendrik „ausrollen“ und fuhr als 43. über den Zielstrich.